Digital-out-of-Home

Das Verhalten der Menschen verändert sich rasant. In jeglicher Hinsicht. So war vor nur wenigen Jahren der Fernseher das gesellschaftliche Unterhaltungsmedium. Hatte dieses zuvor das Radio in der Spitzenposition abgelöst, so sorgte das Fernsehen über Jahrzehnte hinweg für abendliches Bewegtbild in den heimischen Wohnzimmern der Republik. Heute ist das anders. Heute sind die Menschen und somit die Zielgruppen der Werbetreibenden mobil, sie sind unterwegs – und rund um die Uhr erreichbar. Möglich gemacht wird dies durch mobile Endgeräte und intelligent positionierte Screens an öffentlichen Plätzen. Während das Fernsehen somit nun an Reichweite und Werbekraft verliert und dabei häufig nur noch als On-Demand-Service genutzt wird, gehört der integrierten Kommunikation die technologische Zukunft.

Darin wird Digital-Out-of-Home oder kurz „DooH“ eine wichtige Rolle einnehmen.  Ein Begriff, der sich auf digitale Außenwerbung bezieht und den öffentlichen Raum mit Werbung versorgt. Der Gedanke dahinter ist logisch: ein öffentlicher Großbildschirm lässt sich nicht einfach wegzappen, was Werbungtreibenden in der Theorie auch eine größere Reichweite beschert. Vor allem dann, wenn diese Werbung sich im Minutentakt aktualisieren lässt und eine Botschaft in Echtzeit auf den für sie erfolgversprechendsten Ort stößt. So erreicht DooH im Idealfall Junge und Alte, Entscheider und Mitläufer, Hungrige und Durstige – mit der jeweils passenden Werbebotschaft im richtigen Moment. Entscheidend für den Erfolg sind dabei unterschiedliche Trackingtechnologien – von klassischen Kameras, über Wi-Fi-Tracker bis zu Bluetooth-Sensoren. Denn nicht jede Technologie ist für jeden Standort geeignet.

Die Technologie befindet sich in einer Art Pilotphase, die sich auf Shoppingmalls, Supermärkte, Autobahnraststätten oder einen Flughafen beschränkt. Doch schon für 2019 ist seitens der Entwickler ein flächendeckendes Rollout geplant. Mit dieser Technologie ist nicht unwahrscheinlich, dass Tracking nicht nur einerseits im Wandel steckt – „Dooh“ könnte bei erfolgreicher Entwicklung gar zu einer wertvollen Währung werden.

 

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