Tipps für eine Kommunikation, die alle miteinbezieht

In der digitalen Welt sind nicht nur Unternehmen und Influencer, sondern auch jeder Mensch in seinem eigenen Freundeskreis ein Sender von Informationen und besonders von Meinungen. In der Markenkommunikation ist die inklusive Kommunikation, also eine Verständigung, die niemanden diskriminiert, meist noch nicht etabliert. Ihr Vorteil: Sie zielt auf eine große Masse ab, kann aber auch von ihr lernen und zeigt so eine wichtige Wirkung für die Marke und die Gesellschaft.

Wir kommunizieren immer, wenn wir mit anderen Menschen zusammen sind. Jede Geste, jeder Blick, sogar unsere Körperhaltung sind Teil eines kommunikativen Verhaltens. Die Sprache ist unser meist genutztes Mittel zur Kommunikation, welches auch die größte Wirkung entfaltet. Aus diesem Grund sollten Botschaften, die wir in die Welt senden, achtsam gewählt werden und alle Menschen miteinschließen. Inklusive Kommunikation zielt genau auf diesen Punkt ab, indem man Interaktionen aller Art so gestaltet, dass sich alle Menschen angesprochen fühlen. Auch wenn dies nicht immer möglich ist, sind hier einige einfache Tipps, die man beachten kann, um eine sinnstiftende Verständigung zu erreichen – von der auch Marketer profitieren können.

Mehr Vielfalt, weniger Einheitsbrei bei Bildern

Stockfotos haben eigentlich ausgedient. Man erhält zwar auf vielen Plattformen kostenlose Mood-Bilder, für eine bessere Werbewirkung eigenen sich aber echte Menschen, mit welchen sich die Konsumenten identifizieren können. Dies erkennt man auch im Instagram-Jungle, der Hochglanz-Werbefotos mit authentischem Content vermischt. Ein Beispiel für solches Marketing liefert beispielsweise eine Pflegemarke mit einer Taube im Logo. Die Marke hat seit Jahren Erfolg damit, vielfältige Gesichter zu zeigen und so ein differenziertes, sowie authentisches Branding zu schaffen, welches auch die Selbstwahrnehmung unserer Gesellschaft wiederspiegelt.

Storytelling mit heterogenen Personen

Von der Konzeption einer Kampagne bis zum finalen Werbetext – man greift immer wieder auf die klassischen Stereotypen zurück. Zum einen passiert diese aufgrund einer eigenen Voreingenommenheit, die man über die Jahre unterbewusst gelernt hat, zum anderen orientiert man sich immer wieder an den, im Konzept vorgeschlagenen, Rollen. Besonders die Gender-Thematik spielt hier eine große Rolle, die in den USA schon viel selbstverständlicher erkannt wir als Hierzulande. Auch Geschlechterbilder befinden sich im Wandel und sollten in die Kommunikation mit einbezogen werden, anstatt nur alte Rollenbilder und Klischees zu bedienen. Man sollte folglich nicht immer nur von Mann und Frau schreiben, sondern auch Lebenspartnerschaften mit aufnehmen.  Statt also immer von Anna und Christian zu sprechen, kann man die Personen Sergei und Paul zu nennen. Auf diese Weise kann man sich beispielsweise als progressive Marke etablieren. Auch das Shitstorm-Potenzial kann so abgeschwächt werden, aber dies ist natürlich mit Vorsicht zu genießen, da auch aus der anderen Ecke ein solcher gestartet werden kann.

Beim Schreiben den historischen Kontext beachten

Als letzten Punkt sollte man sich besonders beim Verfassen von Texten absichern, dass verwendete Redewendungen nicht früher schon in einem „dunklen“ Kontext benutzt wurden. Zum Beispiel prangerte der Spruch „Jedem das Seine“ am Eingang des KZs Buchenwald. Einen solchen Spruch auf einer großen Plakatwand oder als Aufmacher für eine Social Media Kampagne zu nutzen, kann unbeabsichtigt eine Außenwirkung erzeugen, die mehr Schaden anrichtet, als sie Nutzen bringt.

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